Nach der Siegesserie folgt nun bereits die zweite Niederlage in Folge für den SV Neufraunhofen. Beim Auswärtsmatch in Straubing unterlagen die Grafen dem FSV VfB mit 2:0 (0:0) und verpassten dabei die Chance, gleich wieder in die Erfolgsspur zu finden.
„Bei den Temperaturen war uns bewusst, dass das erste Tor wahrscheinlich das Spiel entscheiden würde. Beide Teams hatten die Chancen und am Ende hatte Straubing das nötige Glück“, resümierte Christian Endler, der von Beginn an einen offenen Schlagabtausch sah. Nach wenigen Minuten prüfte Straubings Florian Folger bereits den Außenpfosten. Auf der anderen Seite tauchte Tobias Brenninger allein vor dem Tor auf, aber Keeper Ben Broghammer parierte stark. Dennoch hatte Straubing zu Beginn die größeren Möglichkeiten. Luca Mohr grätschte vor dem einschussbereiten Folger einen Ball ins Aus, ehe Folger einen Heber auf die Latte setzte. Anschließend übernahmen aber die Gäste. Kilian Bauer sowie Michael Gerauer scheiterte bei zwei „Hundertprozentigen“ an starken Broghammer. Hannes Karl spitzelte zudem noch eine Hereingabe knapp vorbei. Kurz vor der Pause rettete dann Grafen-Keeper Thomas Huber das 0:0, als er einen Folger-Schuss aus dem Eck holte und den Nachschuss parierte. „Es hätte auch 3:3 oder 4:4 zur Pause heißen können“, so Endler.
Nach der Pause war zunächst Neufraunhofen aktiver. Erst verzog Kilian Bauer mit einem Schlenzer und Johannes Körbls Distanzhammer klatschte nur an den Pfosten. In der Drangphase schlug plötzlich Straubing nach einem Schnittstellenpass zu, sodass Max Plendl bloß noch einschieben musste. Jetzt warfen die Gäste alles nach vorne, aber als der junge Schiedsrichter Luis Seidl Tobias Bauernschmid mit einer harten Gelb-Roten-Karte vom Platz stellte (75.) schien die Messe fast gelesen. Dennoch hatte der eingewechselte Michael Koller die Riesenchance nach einem Freistoß, aber der starke Broghammer blieb erneut Sieger. Auf der Gegenseite verpasste Florian Folger die endgültige Entscheidung zunächst und scheiterte an Keeper Huber, ehe der unerfahrene Referee Seidl einen mehr als harten Handelfmeter pfiff und Folger den 2:0-Endstand herstellte (90.). „Erst haben wir unsere eigenen Chancen nicht gemacht und hintenraus fehlte uns dann das Spielglück“, ärgerte sich Endler.