Aufwärtstrend gegen Abwärtstrend heißt es am Sonntag um 16 Uhr im Bezirksliga-Duell zwischen dem SV Neufraunhofen und dem TSV Langquaid. Beide Teams sind Tabellennachbarn im berühmten Niemandsland und arg verletzungsgebeutelt. Dennoch bringt die Partie gerade aus vergangenen Duellen eine gewisse Brisanz mit ins Waldstadion.
Langsam müssen die SVN-Verantwortlichen über die Verletzungsmisere beinahe schmunzeln. Nachdem die Grafen am Sonntag mit den verbliebenen 14 Kaderspielern beim Tabellenvierten TV Schierling einen starken 2:0-Sieg eingefahren haben, fallen mit Dion Rexhepi (Muskelfaserriss) und Stefan Haas (Dienstreise) zwei weitere Spieler für das Heimspiel gegen den TSV Langquaid aus. Einzig der erst kürzlich genesene Ersatzkeeper Philipp Penker steht Trainer Christian Endler fix zur Verfügung, der am Sonntag aber noch den ein oder anderen Spieler aus der zweiten Mannschaft nach deren Kreisklassen-Match ausleihen kann.
„Wir wollen unsere Zweite aber keinesfalls schröpfen zumal sich diese noch voll im Abstiegskampf der Kreisklasse befindet“, trägt Endler den Vereinsweg komplett mit. Dass es tabellarisch im Match gegen Langquaid lediglich noch um die Endplatzierung geht, macht dem 54-Jährigen die Situation natürlich leichter. „Dennoch wollen wir am Sonntag mit der verbliebenen Mannschaft einen Dreier holen. Die Jungs haben in Schierling gezeigt, was noch im Tank ist“, sagt Endler, der mit seinem Team noch ein zwei Plätze in der Tabelle gutmachen will.
Der TSV Langquaid liegt direkt hinter dem SVN auf Rang acht und macht im Jahr 2026 noch keine gute Figur. Mit enormen Verletzungssorgen verspielte der Bezirksliga-Dino eine gute Ausgangsposition und ist übergreifend seit neun Spielen ohne Sieg. Die Mannschaft von Trainer Matthias Eisenschenk rutschte damit seit der Winterpause vom vierten auf den achten Tabellenplatz ab.
Im Hinspiel gewann der TSV mit 4:1 und damit nach dem 2:0 aus der letzten Saison und dem Pokal-Kreisfinale (2:1) auch das dritte Spiel gegen Neufraunhofen im Jahr 2025.
