SV Neufraunhofen

Sophie Barnerßoi erzielte beide Male den Ausgleich und leitete damit den Sieg ein. – Foto: Peter Solek

SVN-Damen mit Auftaktsieg nach zweimaligem Rückstand

Eine tolle kämpferische Leistung zeigte die krankheitsbedingt stark dezimierte Damenmannschaft des SV Neufraunhofen im ersten Saisonspiel beim 2:3 (1:0)-Auswärtssieg gegen den Aufsteiger FC Ruderting II.

Den ersten Torschuss des Spiels, der aus einem Abwehrfehler heraus entstanden war, hatte Nici Neudecker in der fünften Spielminute, sie verpasste den Kasten aber knapp. Danach spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Ruderting konnte hier gut kombinieren, die Gäste standen nicht optimal und waren oft einen Schritt zu spät. Am Sechzehnmeterraum verteidigte Neufraunhofen aber gut und verhinderte so gefährliche Abschlüsse. Auf der Gegenseite wurde es für die Heimelf gefährlich, als Alisa Bäumler nachsetzte, der Pressball flog über die Torhüterin hinweg, aber auch am Pfosten vorbei (37. Spielminute). Kurz darauf konnte sich die Rudertinger Außenstürmerin durchsetzen und passte quer in den Strafraum. Den ersten Schuss konnte Torhüterin Doris Lechner noch parieren, beim Nachschuss war sie machtlos (42. Spielminute).

In der zweiten Hälfte stellten die SVN-Trainer Michael Schramm und Christian Heilmeier um. Rebecca Maier, die eigentlich aufgrund ihres Studiums pausiert, kam für Laura Schmid. Kurz nach Wiederanpfiff fiel dann auch schon der 1:1-Ausgleich. Aus 20 Metern fasste sich Sophie Barnerßoi ein Herz und traf perfekt in den Winkel (49. Spielminute). Neufraunhofen hatte sich im Mittelfeld stabilisiert und setzte der Heimelf durch ihr offensives Pressing gut unter Druck. Dennoch konnte Ruderting nur fünf Minuten später mit einem Querpass in den Fünfmeterraum auf 2:1 erhöhen. Doch der SVN hatte durch Barnerßoi die richtige Antwort parat. Dieses Mal senkte sich ihr Schuss aus 30 Metern perfekt hinter der Torfrau ins Netz zum Ausgleich (57. Spielminute). Die Heimmannschaft spielte weiter nach vorne, kam aber dank starker Abwehr- und Laufleistung der Neufraunhofener nicht mehr zu zwingenden Torabschlüssen. Die kämpferische Einstellung wurde fünfzehn Minuten vor Schluss dann sogar noch mit dem 2:3-Siegtreffer durch Neudecker belohnt. Vorausgegangen war ein erkämpfter Ball von Maier, die auf Sina Tomandl spielte. Deren Pass wiederum fand Neudecker, die noch eine Gegenspielerin stehen ließ und unhaltbar ins lange Eck traf (76. Spielminute). „Es war unglaublich wie die Mädels sich reingehängt haben“, resümierte Schramm nach dem Spiel. „Vor allem die zweite Halbzeit war einfach nur aufregend und emotional. Ich bin überglücklich und bin stolz auf den Zusammenhalt und die Art und Weise, wie wir nach der Pause gespielt haben.“

Autorin: Elisabeth Heilmeier

Scroll to Top