Vel­den kauft Neuf­raun­ho­fen den Schneid ab

Zwei­te un­ter­liegt im Top­spiel spät - Drit­te siegt - Damen ohne Glück

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Thomas Reichvilser (re.) erzielt den Veldener Siegtreffer. Johannes Aigner und der SVN haben das Nachsehen. Foto: Alfred Brumbauer

Es war das erwartet schwere Spiel für den Kreisliga-Tabellenführer SV Neufraunhofen. Beim Vilstalderby gegen den Nachbarn TSV Velden musste der Favorit am Samstagnachmittag eine bittere 1:0-Niederlage einstecken.

Dabei wirkte der SVN vor einer stattlichen Derby-Kulisse von 500 Zuschauern im heimischen Waldstadion von Anfang an gehemmt. Trotz klaren Ballbesitzvorteilen kam Schwarz-Weiß kaum in die Nähe des Sechzehnmeterraums und lief dem TSV immer wieder bei Kontern hinterher. So hatte der TSV auch die erste Gelegenheit durch Angreifer Thomas Reichvilser, dessen Schuss aus 20 Metern aber am Tor vorbei ging. Mitte der ersten Halbzeit hatte Velden seine beste Gelegenheit per Kopfball, aber Reichvilser bekam freistehend keinen Druck hinter den Ball. Die Hausherren mühten sich und hätten trotzdem beinahe über einen Eckball die Führung erzielt. Freund, Feind und Torhüter segelten am Ball vorbei und Daniel Treimer wirkte anschließend so überrascht, dass er die Kugel aus wenigen Metern übers Tor bugsierte. Neufraunhofens beste Gelegenheit aus dem Spiel hatte Stefan Haas, aber auch sein Versuch fand den Weg ins Tor nicht. Zur Pause resümierten die Zuschauer mehr Krampf und Kampf, was sich gleich nach der Halbzeit ändern sollte.

Die Heimelf war noch nicht richtig auf dem Platz, da durfte der Gästeanhang jubeln. Bei einem zweifelhaften Freistoß, gegeben vom fahrigen Schiedsrichter Danijel Skaric, passte die Zuordnung nicht, sodass Reichvilser zum Kopfball kam. Keeper Thomas Huber lenkte den Aufsetzer zwar noch an die Latte, doch das energische Nachsetzen des Veldener Stürmführers besorgte den Treffer des Tages (47.). Das Gegentor ein Weckruf für den SVN, der nun sicherer kombinierte, aber trotzdem kaum durch die konsequente TSV-Defensive kam. So blieb ein Abschluss von Michael Koller aus 18 Metern über das Tor noch der gefährlichste Versuch. Dass Innenverteidiger Tobias Rückauf nach einem Vorstoß die mitunter beste Gelegenheit hatte und nur beim Abschluss das Tor verfehlte, war bezeichnend für die Neufraunhofner Bemühungen. Auf Seiten des TSV hätte der eingewechselte Denis Rexhepi nach einem Steckpass den Sack zu machen können, scheiterte aber an SVN-Schlussmann Huber. Mit der letzten Aktion hatte der ebenfalls eingewechselte Korbinian Egert den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, doch sein Versuch wurde nicht nur glänzend von TSV-Keeper Peter Sedlmeier gehalten, sondern hätte zu allem Überfluss aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gezählt. Am Ende blieb es beim 1:0-Erfolg der Gäste, die sich den Sieg mit großer Entschlossenheit und viel Kampfgeist am Ende verdienten.

Aufgrund der patzenden Konkurrenz bleibt der SV Neufraunhofen aber trotz der Derbyniederlage Tabellenführer und muss nun kommenden Sonntag beim SV Sallach zurück in die Erfolgsspur finden.

Zweite unterliegt Tabellenführer Frontenhausen spät

Der SVN II hat dem Spitzenreiter Frontenhausen lange Paroli geboten. Zwischendurch war die Truppe von Horst Winterer sogar drauf und dran die drei Punkte im Waldstadion zu behalten.
Der Favorit ging in der 23.Minute durch einen Freistoß von Andreas Huber in Führung. Daniel Brenninger egalisierte das Ergebnis jedoch eine Viertelstunde nach der Pause (62.). Sieben Minuten später legte Tobias Schratzenstaller sogar das 2:1 nach und lies den SVN träumen (69.). In der "Crunch-Time" drehte der Primus aber noch mal. Erst sorgte Kapitän Emanuel Maier für den Ausgleich (80.), ehe selbiger den Hausherren in der Schlussminute den Nackenschlag verpasste (90.). Damit konnte der SVN II nicht den gewohnten Anschluss herstellen und liegt weiter auf dem vierten Tabellenplatz.

Die dritte Mannschaft hat dagegen ihr Heimspiel gegen Frontenhausen II erfolgreich gestalten können. Arthur Sieve sorgte in der 30.Minute für die Führung. Die Gäste glichen jedoch prompt durch Thomas Rieger (33.) aus. Im zweiten Durchgang blieb der SVN III am Drücker und konnte in der 68.Minute erneut durch Arthur Sieve die Führung wiederholen. Den Schlusspunkt setzte Marco Michalke in der 85.Minute mit seinem dritten Saisontor.

Damen auch im dritten Spiel sieglos

Für die Damenmannschaft des SV Neufraunhofen gab es auch am vergangenen Wochenende beim FC Alburg Nichts zu holen. Trotz engagierter Leistung unterlag die Mannschaft  mit 1:4. Das erste Gegentor fiel bereits in der 8. Minute durch eine direkt verwandelte Ecke. Die Mannschaft um das neue Trainergespann Michael Schramm und Co Christian Heilmeier brauchte etwas Anlaufzeit, um das neue Spielsystem umzusetzen, was aber nach und nach besser gelang. So fiel in der 19. Minute der Ausgleichstreffer durch Nicole Neudecker, die nach innen zog und einen gezielten Schuss aus 16 Metern im Tor der Gastgeberinnen versenkte.  Kurz darauf nutzte Alburg einen Ballverlust im Mittelfeld und schickte ihre Stürmerin auf die Reise, die umkurvte Torfrau Michaela Lanzinger und schob zum 1:2 Führungstreffer ein (23. Minute). Kurz vor der Halbzeit hatte Leni Kieblspeck bei einem Freistoß noch den Ausgleich auf dem Fuß, die Schlussfrau der Gastgeber hielt aber im Nachfassen. Auch in der zweiten Hälfte der Partie spielte Neufraunhofen souverän aus der Abwehr heraus und kombinierte im Mittelfeld überlegt und zielorientiert, zeigte sich spielerisch und taktisch verbessert zu den letzten Spielen. Sie erkämpften sich viele Spielanteile, verloren jedoch im entscheidenden Moment die Zweikämpfe. In der Offensive fehlte es an Durchschlagskraft gegen einen guten Gegner. So führte ein Weitschuss zum 1:3 (64. Minute). Das Tor zum 1:4 Endstand fiel nach einer zunächst geklärten Ecke, eine erneut hereingebrachte Flanke verwandelte eine Gegenspielerin per Kopf. Den einzigen Abschluss der Gäste in der zweiten Halbzeit hatte kurz vor dem Schlusspfiff Neudecker, ihr Schuss ging neben den Kasten. Schramm nach dem Spiel: „Die Motivation der Mädels war riesig, in der kurzen Zeit haben sie es verstanden die taktischen Anweisungen umzusetzen, wenn auch noch nicht über die kompletten 90 Minuten. Darauf können wir aufbauen.“