Neuf­raun­ho­fen kas­siert zwei­te Nie­der­la­ge in Folge

Zwei­te & Drit­te er­le­di­gen Pflicht­auf­ga­ben - Damen glü­ck­los gegen Rei­chen­berg

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Daniel Treimer erzielte die SVN-Führung per Elfmeter. Foto: Alfred Brumbauer.

Das hatte sich der SV Neufraunhofen definitiv anders vorgestellt. Beim Tabellenzehnten SV Sallach musste der Kreisliga Tabellenführer am Sonntagnachmittag eine 2:1-Niederlage einstecken und ist nun auf den dritten Rang zurückgerutscht.

Dabei waren die Rollen im Spiel von Anfang an klar verteilt. Neufraunhofen musste mit klaren Ballbesitzvorteilen einen Weg durch das tiefstehende Sallacher Abwehrbollwerk finden. Die Gäste taten sich sichtlich schwer und hatten so die ersten Gelegenheiten jeweils durch einen Eckball, bei denen man im Zentrum um Haaresbreite die Führung verpasste. Die wohl beste Chance aus dem Spiel hatte Daniel Treimer, der nach einer tollen Kombination aus sechzehn Metern an einer Parade von Ex-Bayernliga-Keeper Ludwig Räuschl scheiterte. Bezeichnend für das Spiel war dann die Führung für den Favoriten per Elfmeter. Nach einem Heber scheiterte Stefan Haas noch an Torhüter Räuschl, der den SVN-Angreifer dann am Aufstehen hinderte und so für den Pfiff sorgte. Daniel Treimer verwandelte souverän zum 0:1 (39.). Vom SV Sallach kam in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Offensivaktion.

Nach der Pause dasselbe Bild. Das Team von Alexander Auhagen mühte sich, kam aber kaum durch die Abwehrreihe des SVS. Kurz nach der Pause stand dann die bis dahin souveräne Schiedsrichterin Katrin Filser im Fokus. Erst versagte sie erneut Haas einen Strafstoß, als diesem im Sechzehner ein Bein gestellt wurde und anschließend auch Tobias Brenninger, der den Ball an Torhüter Räuschl vorbeilegte und ganz klar gefoult wurde. Den Pfiff gab es dann in der 63.Minute auf der Gegenseite. Der SVN verlor den Ball im Aufbau, die Hausherren schalteten schnell und steckten auf Tobias Pfäffinger durch, der im Strafraum vom Gästeschlussmann gefoult wurde. Alexander Weiß nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich. Die Hausherren nahmen den Schwung mit und kamen in der 73.Minute mit der zweiten Chance zum zweiten Treffer. Wieder passte die Abstimmung in der SVN-Abwehr nicht. Andreas Herreiners Hereingabe wurde zwar noch abgewehrt, aber Valentino Grgics Schuss aus 13 Metern prallte von der Unterkante der Latte ins Tor. Neufraunhofen nun sichtlich geschockt. Wütende, aber auch planlose Angriffe waren die Folge. Einzig ein Schuss von Daniel Treimer, den Räuschl stark parierte, sorgte für echte Torgefahr. Am Ende brachte der SV Sallach den schmeichelhaften Sieg über die Zeit und bescherte dem SVN damit die zweite Niederlage in Folge.

Zum Hinrundenabschluss empfängt der SV Neufraunhofen kommenden Sonntag um 16 Uhr Aufsteiger TSV Tiefenbach und muss dann definitv ein anderes Gesicht zeigen um die Punkte im Waldstadion zu behalten.

Zweite & Dritte erledigen Pflichtaufgaben gegen Niederviehbach

Der SVN II hat sein Heimspiel gegen den TSV Niederviehbach erwartungsgemäß erfolgreich gestalten können. Das Team von Horst Winterer gewann mit 3:0 und lies dabei noch zahlreiche Gelegenheiten aus.

Von Beginn an dominierte Schwarz-Weiß die Partie und hätte bereits früh durch Leon Landersdorfer und Simon Eglhuber in Führung gehen müssen. Die Führung lies dann bis zur 37. Minute auf sich warten. Fabian Bauernschmid kam über die linke Seite und dessen Hereingabe grätschte Eglhuber zum 1:0 in die Maschen. Anschließend hatte Michael Huber den ein oder anderen Hochkaräter auf dem Fuß und erzielte folgerichtig in der 42.Minute nach einem Querpass den zweiten Neufraunhofner Treffer (42.).
Im zweiten Durchgang verwaltete der SVN die Führung souverän und lies die Gäste nicht in die Nähe des Tores kommen. Fünf Minuten vor dem Ende wurde Leon Landersdorfer im Strafraum gefoult und Simon Eglhuber verwandelte den fälligen Strafstoß sicher.

Die Dritte des SVN hat am Sonntagmittag einen Sahnetag erwischt. Mit 7:1 putzte man die Niederviehbacher Reserve aus dem Stadion. Dabei trugen sich neben Sturmführer Marco Michalke auch Korbinian Eglhuber und Tobias Riedi doppelt in die Torschützenliste ein. Kilian Frank traf zwischenzeitlich zum 2:0. Den Ehrentreffer für die Gäste erzielte Emre Erdogan in der 61.Minute.

Damen überlegen aber glücklos gegen Reichenberg

Eine unglückliche 0:1-Niederlage musste die Damenmannschaft des SV Neufraunhofen am vergangenen Wochenende gegen die Gäste aus Reichenberg hinnehmen. Fast über die kompletten 90 Minuten war die Heimelf, die eigentlich als Außenseiter galt, die spielbestimmende Mannschaft. Bereits in der ersten Halbzeit zeigte sich die Feldüberlegenheit deutlich. Neufraunhofen drückte Reichenberg in die eigene Hälfte und kombinierte sich gut durchs Mittelfeld, lediglich die Abschlüsse waren, wie auch schon in den letzten Spielen, oft zu unkonzentriert und harmlos. Die erste Chance für die Gäste führte dann auch gleich zum überraschenden Gegentor: in der 38. Minute konnte SVN-Torhüterin Michaela Lanzinger den hereingebrachten Eckball nicht festhalten, und die Stürmerin der DJK staubte zum 0:1 ab. Lanzinger verletzte sich dabei und konnte nicht mehr weiter spielen, für sie rückte Feldspielerin Nicole Neudecker zwischen die Pfosten. Auf der Gegenseite kam Christina Brandhuber ebenfalls nach einer Ecke zum Kopfball, brachte aber keinen Druck hinter den Ball. Auch nach der Halbzeit spielte der SVN munter nach vorne. Eine Großchance hatte Sina Tomandl in der 60. Minute, als sie nach einer Flanke von Leni Kielspeck den Fuß hinhielt, der Ball flog aber über das Tor. Auch nach einem Eckstoß brachte Tomandl im Gewühl den Ball nicht über die Linie. Nach einer zunächst geklärten Ecke kam Kathi Elbauer in der 79. Minute erneut an den Ball, ihr Schuss streifte die Latte. Einen Freistoß von Kieblspeck aus halbrechter Position parierte die Gäste-Keeperin gut. In den Schlussminuten war Neufraunhofen nochmal alles nach vorne, das schaffte Reichenberg Räume zum kontern.  Die gut stehende Abwehr um Brandhuber ließ aber keine zwingenden Chancen mehr zu. Trainer Michael Schramm war nach dem Spiel dennoch mehr als zufrieden: „Wenn wir weiter so spielen, mache ich mir keine Sorgen. Die taktische Umsetzung hat über 90 Minuten super funktioniert. Man spürt den Teamspirit der Mannschaft, eine kämpft für die andere. Am Ende hat uns leider das Quäntchen Glück gefehlt. Aber unsere Momente werden kommen, da bin ich mir sicher.“