Nach Blitz­start: Neuf­raun­ho­fen kämpft sich zum Sieg

Zwei­te geht mit drit­tem Sieg in Folge ins Top­spiel - Damen un­ter­lie­gen Ta­bel­len­zwei­ten

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Stefan Brenninger erzielte bei seinem Startelfcomeback einen frühen Doppelpack. Foto: Alfred Brumbauer

Der SV Neufraunhofen ist mit einem Sieg in den zweite Halbserie der Fußball-Kreisliga-Donau-Laaber gestartet. Mit 4:2 besiegte das Team von Alexander Auhagen den SC Kirchdorf um machte damit die Auftaktniederlage aus dem Hinspiel wett.

Dabei legte der SVN einen Blitzstart hin. Bereits nach drei Minuten zappelte das Leder im Tor der Gäste. Eine Ecke von Stefan Brenninger fand den Kopf von Michael Gerauer. KSC-Keeper Andre Wachter konnte noch parieren, war beim Nachschuss von Daniel Treimer aber machtlos. Nur eine Minute später klingelte es erneut. Bei einem tollen Gassenpass kam Michael Koller vor dem Keeper an den Ball und legte mustergültig zu Brenninger quer, der nur noch zum 2:0 einschieben musste (4.). Kirchdorf wusste nicht wie ihnen geschah und konnte auch das 3:0 in der 18.Minute nicht verhindern. Brenninger kam am Sechzehner an den Ball und traf mit einem satten Schuss rechts unten. Anschließend schaltete die Heimelf einen Gang zurück und Kirchdorf biss sich mehr und mehr in die Partie. Trotzdem waren die Schwarz-Weißen dem vierten Tor näher als der KSC dem Anschlusstreffer. Brenninger scheiterte allein vor dem Keeper ebenso wie Michael Gerauer mit einem Lupfer aus spitzem Winkel. In der 36.Minute fiel dann besagter Anschlusstreffer fast schon aus dem Nichts. Nach einem langen Ball klappte die Abstimmung zwischen SVN-Abwehr und Torhüter nicht, sodass Topstürmer Tobias Fraunholz zum 1:3 aus Gästesicht traf. Mit dem Pausenpfiff hätte Julian Landersdorfer dann den vierten Heimtreffer erzielen müssen. Er verfehlte aber das leere Tor und traf nur den Pfosten.

Nach der Halbzeit entwickelte sich eine zerfahrene Partie, bei der die Kirchdorfer überwiegend auf lange Bälle setzten. Neufraunhofen kam durch viele Abspielfehler nicht mehr wirklich ins Spiel, hatte aber dennoch ein klares Chancenplus. Stefan Brenninger per Kopf, Michael Koller vor dem Keeper oder ein Abschluss von Johannes Aigner aus zweiter Reihe fanden den Weg ins Tor nicht. Von den Gästen kam bis auf einen Kopfball von Matthias Weiß nach einem Freistoß wenig. Sieben Minuten vor dem Ende wurde es aber doch noch einmal spannend. Nach einem Einwurf setzte sich Weiß regelwidrig gegen Roman Kratzer durch, legte quer zum freistehenden Florian Priglmeir, der zum 2:3-Anschluss einschob (83.). Kirchdorf warf nun nochmal alles nach vorne und fing sich in der Nachspielzeit den entscheidenden Konter. Keeper Wachter konnte an der Mittellinie noch vor Brenninger klären, schoss aber einen SVN-Akteur an und der Ball landete bei Treimer. Der Routinier traf daraufhin mit einem Traumtor aus fast 50 Metern ins verwaiste KSC-Tor zum 4:2-Endstand.

Kommende Woche steht für den SVN eine schwierige Aufgabe auf dem Plan. In der Ettenkofner "Gruam" müssen Huber, Dachs & Co. beim dortigen SV antreten.

Zweite mit drittem Sieg in Folge gegen Marklkofen

Die zweite Mannschaft des SV Neufraunhofen hat sich mit dem dritten Sieg in Serie eine sehr gute Ausgangslage für das Topspiel kommenden Samstag bei der DJK Altenkirchen geschaffen. Mit 3:2 besiegte die Elf von Horst Winterer den TSV Marklkofen.

Nach 36.Minuten brachte Flügelflitzer Christian Unterreithmeier nach Zuspiel von Simon Eglhuber den SVN in Führung. Drei Zeigerumdrehungen später kam Keeper Michael Schmid gegen den TSV-Stürmer zu spät und Schiedsrichter Hermann Schmidt zeigte auf den Punkt. David Thanner traf ohne Probleme zum Ausgleich (39.). Im zweiten Durchgang nahm die Heimelf die Partie in die Hand und so sorgte der eingewechselte Lukas Schwaiger nach Vorarbeit von Unterreithmeier in der 57.Minute für die erneute Führung. Fünf Minuten später war es erneut Schwaiger, der das Ergebnis auf 3:1 stellte (62.). Der 2:3-Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Michael Kammerbauer war nur noch Ergebniskosmetik und änderte nichts am verdienten Neufraunhofner Sieg.

Kommenden Samstag ist das Team um Kapitän Tobias Schratzenstaller um 14 Uhr im Topspiel bei der DJK Altenkirchen gefordert.

SVN-Damen unterliegen Kirchberg i.W. nach langem Kampf

Die Damenmannschaft des SV Neufraunhofen verlor am vergangenen Wochenende gegen den Spitzenreiter SV Kirchberg i.W. zu Hause mit 1:3. Der Favorit ging auch gleich mit viel Tempo ins Spiel. So ließen die ersten Chancen nicht lange auf sich warten, als Giulia König und kurz darauf auch Luisa Landersdorfer nach Ecken noch auf der Linie klären konnten. Neufraunhofen brauchte etwas Zeit um ins Spiel zu finden. In der 17. Minute hatte Chrissi Brandhuber die erste gute Möglichkeit, als sie nach einem Kombinationsspiel im Mittelfeld mit Leni Kieblspeck und Sophie Barnerssoi ihren Abschluss knapp neben den Pfosten setzte. Kurz darauf fand eine gut hereingebrachte Flanke von Fiona Rinklake im Strafraum keinen Abnehmer. Nach einem Abstoß brachte die Heimelf den Ball nicht aus der eigenen Hälfte heraus, eine Hereingabe von rechts verwandelte die kirchberger Stürmerin dann per Kopf zur 0:1 Führung (28. Minute). Nur zwei Minuten später fiel das 0:2 nach einem Angriff über die Mitte. Der SVN zeigte sich beeindruckt, hatte wieder mehr Probleme im Spielaufbau und kam nicht mehr zu nennenswerten Abschlüssen.

Nach der Pause kam die Mannschaft motiviert aus der Kabine und hatte in der 47. Minute gleich eine Großchance durch Sina Tomandl, die eine Flanke direkt nahm aber keinen Druck hinter den Ball brachte. So war ihr Schuss leichte Beute für die Torfrau des SVK. Der gute Start wurde aber gleich darauf belohnt: Kieblspeck spielte einen hohen Ball auf Nici Neudecker, die gegen die herauseilende Keeperin überlegt zum 1:2 Anschlusstreffer verwandelte. Neufraunhofen gewann jetzt wieder mehr Zweikämpfe und auch defensiv stand die Mannschaft gut. Nur nach vorne taten sie sich weiterhin schwer. Ein guter Freistoß von Kieblspeck aus 30m setzte nochmal ein Ausrufezeichen (77. Minute), im Gegenzug machte Kirchberg mit dem 1:3 Siegtreffer dann aber doch den Deckel drauf. „10 Minuten Offensiv-Fußball gegen so einen Gegner haben heute nicht gereicht“, resümierte SVN-Trainer Michael Schramm. „Wir waren in vielen Situationen einen Schritt zu langsam und müssen uns im Sturm unbedingt verbessern, damit wir gefährlicher werden. Wir haben uns heute viel vorgenommen, sind aber sehr angeschlagen ins Spiel gegangen. Es waren heute einfach nicht alle bei 100 Prozent.“

Autorin: Elisabeth Heilmeier