Neuf­raun­ho­fen geht nach Ab­stieg mo­ti­viert in die Kreis­li­ga

Ab­stieg wegen glei­chem Quo­ti­en­ten und ver­lo­re­nem di­rek­ten Ver­gleich

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Der Schmerz beim SVN sitzt nach dem bitteren Abstieg aus der Bezirksliga tief. Foto: Brumbauer.

Die Ernüchterung beim SV Neufraunhofen war nach dem Mehrheitsentscheid des BFV groß. Mit über 70% wurde das Meinungsbild, das sich für Auf- und Absteiger aussprach, bestätigt und besiegelte damit den mehr als knappen Abstieg des SVN aus der Bezirksliga West.

„Wir sind traurig über den Abstieg, aber auch sauer auf den Verband. Der BFV wollte die Variante 1 durchbringen und hat das clever eingefädelt“, zeigt sich SVN-Vorstand Georg Holzner extrem enttäuscht. „Es war logisch, dass sich die Vereine, bei denen es sportlich um nichts mehr geht, für die erste Wahlmöglichkeit entscheiden und vollere Ligen mit mehr Absteigern in der nächsten Saison fürchten.“

Auch rechtliche Schritte haben die Vilstaler geprüft, nahmen davon aber am Ende Abstand. „Speziell durch unseren Fall mit gleichem Quotienten und dem Abstieg aufgrund des direkten Vergleichs sowie dem zweiten Platz unserer Reserve ebenfalls durch den Quotienten, hätte eine Klage Sinn gemacht. Wir waren uns aber auch einig, dass der Verband den klagenden Vereinen durchaus den einen oder anderen Stein in den Weg gelegt hätte. Gerade als scheidender Vorstand wollte ich das der jungen, aufstrebenden Generation im Verein nicht antun“, erklärt Holzner die Entscheidung.

Der neuen Saison in der Kreisliga blickt man in Neufraunhofen zuversichtlich entgegen, sollten doch die Fahrtwege ein wenig kürzer sein und auch einige attraktive Derbys dazukommen. Doch mögliche Änderungen könnten das verhindern. „Auch hier haben wir schon gehört, dass man die Kreisligagrenze neu interpretieren möchte und eventuell Bonbruck-Bodenkirchen sowie Johannesbrunn/Binabiburg umgruppiert werden. Für uns wäre das ein absoluter Schlag, da wir dann ähnliche Wege wie in der Bezirksliga fahren müssten und uns lukrative Derbys durch die Lappen gehen würden“, ist Holzner sauer.

Der Kader beim SVN bleibt im Großen und Ganzen zusammen. Vereinzelte Gespräche, zum Beispiel mit nachrückenden Jugendspielern, sollen aber noch geführt werden. Neu dazu stoßen werden auf jeden Fall Trainer & A-Lizenzinhaber Alexander Auhagen vom TSV St. Wolfgang und Co-Spielertrainer Daniel Treimer vom TSV Rapid Vilsheim.

„Beide Trainer sind voll motiviert und zuversichtlich, dass wir in der kommenden Saison eine tragende Rolle in der Kreisliga spielen werden“, freut sich Holzner, der aber keine direkte Kampfansage formulieren möchte. „Als Absteiger trifft man naturgemäß auf ein wenig mehr Widerstand, aber die Mannschaft kann das ab. Wir wollen schauen was möglich ist und am Ende schon oben mitspielen.“

Nachdem der Verband den Fahrplan für die kommende Saison mit Saisonstart am Wochenende 24./25. Juli konkretisiert hat, kehren die SVN-Herrenmannschaften am Freitag, 11. Juni zurück auf den Trainingsplatz. „Den Jungs fehlen bis jetzt schon sieben Monate Fußball und auch alle anderen im Verein möchten, dass sich bald wieder etwas rührt", so Holzner.