Neuer Im­puls: Oli Hampe und SV Neuf­raun­ho­fen tren­nen sich

Auch Co-Spie­ler­trai­ner Yü­k­sel Aci­pi­nar ver­lässt den SVN

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Oli Hampe ist ab sofort nicht mehr Trainer des SV Neufraunhofen. Foto: Alfred Brumbauer

Der SV Neufraunhofen und Coach Oli Hampe (55) sowie Co-Spielertrainer Yüksel Acipinar (41) haben sich in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Der Aufsteiger von 2017 steckt in seiner dritten Saison in der Bezirksliga West tief im Abstiegskampf. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Oli Hampe wurde im Sommer 2018 Chefanweiser in Neufraunhofen und führte den SVN in seinem ersten Jahr mit Platz sechs in der Bezirksliga West zum besten Resultat der Vereinsgeschichte. Der ehemalige Bayernligaspieler (Ampfing, Landshut) ist für seinen emotionalen Einsatz an der Seitenlinie bekannt und coachte die Vilstaler in 51 Pflichtspielen in der Liga. In der Winterpause 2019/20 kam mit Yüksel Acipinar ein sehr erfahrener Spieler und Trainer sowie Freund von Hampe als spielender Co-Trainer an seine Seite.

„Nachdem wir eine sehr ordentliche Vorbereitung absolviert haben und eigentlich auch solide in den Liga-Pokal gestartet sind, sind wir voller Euphorie in die Ligaspiele gegangen. Weil dort mit dem glücklichen 3:3 in Abensberg und der schwachen 0:2-Niederlage in Teisbach die positiven Ergebnisse ausblieben, bestand Redebedarf. In einem offenen und ehrlichen Gespräch haben wir uns dann einvernehmlich zu einer sofortigen Trennung entschieden“, erklärt Vorstand Georg Holzner. Der SV Neufraunhofen rangiert aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz 15 und muss sich in den verbleibenden neun Ligaspielen kräftig strecken, um den Klassenerhalt noch zu realisieren. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aktuell sechs Punkte. Auf den Relegationsplatz sind aufgrund des direkten Vergleichs zwei Zähler.

"Eine vorzeitige Trennung ist für beide Seiten immer unangenehm; egal welche Gründe es dafür gibt", weiß auch Hampe, der sich aber ohne Groll aus Neufraunhofen verabschiedet. "Aci und ich möchten uns bei den Verantwortlichen Georg Holzner und Oskar Schall für das entgegengebrachte Vertrauen und auch für die gute Zusammenarbeit bedanken. Mein Dank gilt auch meinem Co-Trainer Aci, der mich immer super unterstützt hat und auf den ich mich hundertprozentig verlassen konnte."

Auch für seine Mannschaft hat der scheidende Coach noch eine Botschaft: "Den Jungs wünschen wir natürlich für die verbleibenden Spiele viel Erfolg", sagt der 55-Jährige und appelliert direkt an die Spieler. "Denkt dran, nur wenn ihr als Team auftretet, werdet ihr auch erfolgreich sein."

Vorstand Holzner bedankt sich ausdrücklich bei Hampe für dessen zweieinhalb Jahre in Diensten des Vereins : „Oli hat mit seiner freundlichen und netten Art frischen Wind in den Verein gebracht und in seinem ersten Jahr mit einem fulminanten sechsten Platz die beste Platzierung einer Neufraunhofener Herrenmannschaft erreicht. Wir bedanken uns bei Oli für alles, was er geleistet hat, und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.“ Auch für Co-Spielertrainer Yüksel Acipinar findet Holzner lobende Abschiedsworte: „Aci hat seine Erfahrung eingebracht und ergänzte das Trainerteam fachlich und menschlich. Auch bei ihm bedanken wir uns und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.“

Wie es nun auf der Kommandobrücke bei den Schwarz-Weißen weitergehen wird, ist offen. Eine Interimslösung war aufgrund des Amateurfußballverbots im November und der dadurch vorgezogenen Winterpause nicht mehr vonnöten. Diese will der SVN nutzen, um schnellstmöglich einen Nachfolger zu präsentieren. „Unser formuliertes Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, selbst wenn wir den Umweg Relegation in Kauf nehmen müssen“, gibt Holzner die Richtung vor.